Was versteht man unter dem Begriff Temperaturschichtung?
Temperaturschichtung ist die Bildung von Wasserschichten unterschiedlicher Temperatur in einem Gewässer. In der warmen Jahreszeit erwärmt sich die Oberflächenschicht (Epilimnion) und bleibt leichter, während darunter kühleres Wasser liegt (Hypolimnion). Zwischen ihnen befindet sich die Übergangsschicht, die Thermokline (auch Thermocline) genannt wird, in der sich die Temperatur rasch ändert. Durch diese Schichttrennung kommt es zu einer eingeschränkten Durchmischung, was die Verteilung von Sauerstoff und Nährstoffen beeinflusst – oben geht oft mehr Sauerstoff verloren als unten. Im Frühjahr und Herbst kommt es zur Umwälzung (Vollumwälzung), wenn sich die Temperaturen im gesamten Gewässer angleichen. Die Temperaturschichtung prägt so Lebensräume und die Entwicklung von Organismen im See oder in größeren Wasserflächen.
